Das Interphone Harness ist ein Wust von Kabeln. Ich habe sie erst einmal sortiert und mit Kabelbindern „themengerecht“ zusammengefasst. Zuerst wollte ich die Headphone Jacks verkabeln. Da musste ich feststellen, dass ich noch etwas recherchieren muss.
Das Anbringen der BNC-Stecker war zuerst schwierig. Ich habe nach einer Anleitung gesucht, wie das professionell gemacht gehört. Die BNC-Stecker werden laut Anleitung an die Litze gelötet und mit dem Kabel samt Abschirmung verschraubt. Ich habe aber auch Anleitungen gefunden über die Montage von TNC-Steckern, die gecrimpt werden. Der Stift genauso wie die Abschirmung. Eine passende Crimpzange habe ich mir mittlerweile besorgt. Die Stifte für die Litze sind allerdings bei beiden Steckern die gleichen. Nachdem ich mir unsicher mit dem Lötzinn war, bevorzugte ich das Crimpen des Stiftes. Wahrscheinlich war ich das 1. Mal zu ungeschickt dabei, weil der Stift nach dem Crimpen nicht richtig fest war. Ich habe dann den Stift zusätzlich mit meinem Lötzinn verlötet. Spezielle Vorschriften, welches Zinn verwendet werden muss, habe ich nicht finden können. Die nächsten Stifte haben dann alle nach dem Crimpen fest gehalten. Ich habe sie aber trotzdem noch verlötet. Leider hat man mir einen Female Stift bei einem TNC-Stecker geliefert, obwohl ich für die Verbindung zum COM einen Male Stift brauche. So habe ich heute die Antenne (Rami AV-529) bestellt, zusammen mit einem Male Stecker. Sobald die Lieferung eintrifft, kann ich das Kabel fertig machen.
Die kupferfarbenen RG400 Kabel sind die neuen selbstgemachten
Um die herumliegenden Antennenkabel aufräumen zu können, habe ich die Idee umgesetzt, einen provisorischen Antennenaufbau zu bauen. Einige Gewindestangen, ein Brett und das Bohren einiger Löcher war hierfür notwendig. Kleine Verschiebungen bei den befestigten Geräten waren notwendig. Die VHF-Antenne fehlt noch. Die hinteren 3 RAMI 74 Antennen sind für ADS-B USA, ADS-B Garrecht AT1 und Transponder. Die beiden vorderen Antennen für Flarm A und B des Garrecht AT1.
Heute beschäftigte ich mich mal wieder mit der Avionic. Für den Anschluß des SV-ADSB-472 habe ich eine Bohrung ins Panel gemacht, um einen Umschalter von USA (SV-ADSB-472) auf Europa (Garrecht AT-1) einbauen zu können. Danach habe ich die Steckverbindungen angefertigt und mit den Seriell-2 Ports der Display verbunden.
Provisorische Verkabelung zum Teil gelötetUmschalter von USA zu EuropaSV-ADSB-472 für USA
Dynon Support hat geantwortet! Es war gut, dass ich das Foto des Displays geschickt hatte. Dadurch wurde klar, dass die Airspeed von 21 knots einen Flugzustand signalisiert und deshalb der Batterietest nicht gestartet werden kann. Die vom Support angewiesene Hardwarekalibrierung war schnell ausgeführt. Jetzt konnte ich den Test starten und an beiden Batterien erfolgreich durchführen.
Um eine Zeit in das System zu bekommen, musste ich das SV-GPS-2020 anschließen. Hierfür musste ich mich zuerst mit den einzelnen Kabeln auseinandersetzten, um deren Zuordnung zu verstehen. Danach habe ich Steckverbindungen angefertigt, um das GPS an beide Displays anschließen zu können. Das Einlesen der GPS-Zeit ist geglückt und ich habe jetzt ein richtiges „Flieger-Display“. Jetzt wollte ich noch den Test der Backup Battery durchführen. Das hat aber nicht so funktioniert, wie im Manual beschrieben. Ich habe an den Support eine Anfrage gestellt, was ich eventuell falsch gemacht haben könnte. Ich bin auf die Antwort gespannt.
Das Aufladen der Backup Batterie hat soweit funktioniert. Ich habe mir aber ein neues Ladegerät gekauft, das einen Ladestrom von sogar 20 A liefern kann und nicht nur zum Batterieladen benutzt werden kann, sondern auch für die Stromversorgung eines Systems auch ganz ohne angeschlossener Batterie. So habe ich jetzt die Ladung der Backup Batterie des 2. Displays gestartet. Parallel habe ich die installierte Firmware Version ausgelesen. Diese war 15.3.5 und war bereits veraltet. Ich habe die aktuellste Version 15.4.7 heruntergeladen, auf einen USB-Stick kopiert und in das Display 1 geladen. Weil nach der Aktualisierung automatisch ein Neustart erfolgt, warte ich mit der Installation im Display 2 bis dessen Backup Batterie voll aufgeladen ist, was etwa 4 Stunden in Anspruch nimmt.
Neues 20 A Ladegerät versorgt das System mit StromFirmware 15.3.5 vor dem Update während des Ladevorgangs Display 2Firmware Update auf 15.4.7 im Display 1 abgeschlossen
Mit Lesen der Manuals musste ich mir erst noch etwas Selbstvertrauen aneignen, um mich zu trauen, das System das erste Mal einzuschalten. Doch als ich den Strom einschaltete, den Avionics-Bus mit Strom versorgte und dann den Schalter für das 1. Display auf „on“ schaltete, wurde ich schon überrascht. Das Display begann schon zu booten, ohne dass es erst noch am ersten Button eingeschaltet werden müsste. Es schien alles normal zu sein. Das 2. Display verhielt sich analog. Die „Message“-Meldung blinkte an beiden Displays. Am Display 2 erschien zusätzlich die Fehlermeldung „Touch Panel Fault“. Nachdem ich auf den Button unter „Message“ drückte, wurde mir die Sachlage erklärt “B/U Batt Low Charge“! Das war eigentlich klar und genau deshalb wollte ich das System einmal eingeschaltet haben. Das Display 2 schaltete ich dann einmal aus und wieder ein und schon war die „Touch Panel Fault“-Meldung weg. Im Manual steht, dass seitens des Ladestroms 5 A notwendig wären. So schaltete ich beide Displays wieder aus, lud zuerst die Motorradbatterie wieder voll auf und schaltete danach nur das Display 1 wieder ein, um dessen Backup Batterie zu laden. Das lasse ich jetzt übernacht erst mal so.
Viel Zeit habe ich mit lesen verbracht. Die Manuals lesen sich nicht so schnell wie Prosa. Auch in den Baumärkten habe ich viel Zeit vor den Regalen verbracht um Ideen zu bekommen, einen Testaufbau gestalten zu können. Mittlerweile habe ich weiteres Werkzeug und Elektroteile besorgt, um einen provisorischen Aufbau zu ermöglichen. Die Vorbereitungen sind jetzt abgeschlossen und es steht Strom zur Verfügung. Für die weitere Verkabelung muss ich noch mehr lesen.
Panel Vorderseite mit SchalttafelnDie Stromversorgung ist hergestellt
Die Kommunikation mit dem Support funktioniert einwandfrei. Mit einem beherztem Griff konnte ich die Drehknöpfe problemlos abziehen. Aber mit einem 310 € Teil geht man halt erst einmal sehr vorsichtig um. Schnell war jetzt die Frontplatte gewechselt und das Panel eingesetzt. Auch die EMU von RS-Flightsystems war schnell eingeschraubt. Meine Ausschnitte mussten nur minimal nachgefeilt werden. Jetzt kann das Verkabeln los gehen.