Um herauszufinden, ob das Drain Valve des rechten Main Tanks wieder dicht ist, habe ich die verbliebenen 4 Liter des rechten Long Range Tanks in den Main Tank gepumpt, nachdem ich die externe Stromversorgung hergestellt hatte. Das Valve ist dicht!
Mit einer Sonde habe ich bei vielen Nieten die Höhe der Mandrel überprüft. Bei etwa 90% konnte ich etwa 5 mm in die Nieten hineinstochern. Möglicherweise ist das bei Bechernieten normal. Von Slingaircraft habe ich noch keine Antwort auf meine Email bekommen. Nur bei wenigen konnte ich nur 1 bis 2 mm hineinkommen.
Jetzt habe ich den AT-1 aus dem System genommen und den SV-ADSB-742 eingebunden, bevor ich das Dynon 17.6 Firmware Update zuerst beim linken HDX startete. Der HDX startete mehrmals neu. Nachdem nichts mehr passierte, ging ich davon aus, dass das Update fertig sei. Beide HDX zeigten viele rote Balken.
Jetzt startete ich das Update beim rechten HDX. Dies war schneller fertig und nach dem letzten Reboot waren die Balken bei beiden HDXen weg und zeigten normal an. Jetzt habe ich den AT-1 wieder eingebunden und somit war das Update abgeschlossen. Mein AT-1 wird als GARMIN TIS TRAFFIC am Serial Port 2 eingebunden.
An der Tankstelle habe ich 50 l Mogas getankt. Jeweils 5 in die LR Tanks und 40 in den rechten MainTank. Die auf der Unterseite erneuerten Nieten zeigten keine Undichtigkeiten. Danach sind wir 2 ½ Stunden geflogen. Es war ein Rundflug über Metzingen. Auch nach der Landung gab es keine Anzeichen von Undichtigkeiten am Tank. Die Zeit wird es zeigen, ob die Reparatur erfolgreich war.
Das Flughandbuch für die Zeit nach der endgültigen Zulassung habe ich zwischenzeitlich ausgedruckt. Heute habe ich die am 01.07.2026 genehmigte Version in den Flieger gepackt und das vorläufige Flughandbuch damit ersetzt.
Die Cockpit-Beschriftung, die sich mit der Zulassung ändert, habe ich auch angebracht. Die Version für die vorläufige Zulassung habe ich provisorisch mit Tesa noch darübergeklebt.
Dann habe ich das Abkleben erledigt, um die 6 erneuerten Nieten des rechten Main Tanks lackieren zu können. Ich habe mir einen Satz Lockeisen besorgt. So habe ich mit 14 mm Durchmesser die äußere Begrenzung der Lackierung gesetzt und mit 11 mm die für die Grundierung. Nachdem die Grundierung mit der Spraydose gelegt war, habe ich die Tapes mit den 11 mm Löchern abgezogen, damit die Ränder verlaufen können. Nach 5 Minuten konnte die Grundierung überspritzt werden. Ich habe 3 Lagen mit der Spraydose aufgebracht. 10 Minuten habe ich zwischen den Gängen verstreichen lassen. Nach ebenfalls 10 Minuten habe ich die Abdeckung entfernt. Ich hatte gehofft, dass die Ränder besser verfließen würden, aber es hat sich doch ein Rand gebildet, der vielleicht nach dem Aushärten mit Polieren etwas angeglichen werden kann.
Zuletzt habe ich mich mit den Lackschäden an der linken Cowling Seite beschäftigt. Hierzu habe ich mit einem 14 mm Locheisen zentral Löcher in die bereits vorbereiteten Folien gestanzt und sie an der oberen Cowling aufgeklebt. Die 3. Raute habe ich mittig zerschnitten und für die untere Cowling verwendet. Es ist immer noch offen, ob ich mit allen Verschlüssen so verfahren will oder nicht. Auch ist offen, ob ich die Folie mit Lack ersetzten soll, denn die Folie hat nicht genau das richtige Blau.
Das Problem mit den insgesamt 6 weeping Rivets hat mir keine Ruhe gelassen, zumal die Farbstreifen immer stärker wurden. Von Peter habe ich 6 3,2 mm Bechernieten bekommen, die er noch von seinem Tankbau über hatte (ich hatte keine, weil meine Tanks Quickbuilts sind, also ist TAF der Culprit!), das von Aircraftspruce bestellte Chemseal sowie die 2 bei Amazon bestellten Endoskope sind gestern eingetroffen. Also raus zum Flugplatz bei 37°C.
Zuerst habe ich versucht, mit einem Magneten durch ein Alublech hindurch einen Abriss einer gezogenen Niete zu bewegen. Das ist gelungen. Daraufhin habe ich ausprobiert, ob der bei einem Endoskop mitgelieferte, aufschraubbare Magnet in der Lage ist, den Nietenrest „aufzuschnappen“. Auch dieser Test war erfolgreich. Jetzt habe ich versucht, mit den Endoskopen in die jeweiligen Tankkammern zu schauen, um dann die Nietenreste herausholen zu können. Das erschien mir möglich.
Danach habe ich mit einem 2 mm Bohrer das Loch aller 6 Nieten soweit aufgebohrt, bis ich auf die Mandrel gestoßen bin. Dabei stellte ich fest, dass ich die Mandrel gar nicht weiter hineinschlagen muss, um mit einem dickeren (3 mm) Bohrer die Niete bis zum Blech abbohren zu können. Das Abbohren mit dem 3 mm Bohrer war kein Problem. Problemlos ließen sich die Nietköpfe mit der umgekehrten Seite des Bohrers abknicken. Jetzt habe ich die Ränder präpariert und anschließend die Nieten mit Hilfe eines 2 mm Stößels ins Innere des Tanks geschlagen.
Leider habe ich nur eine einzige der 6 Nieten aus dem Tank holen können. Die anderen kleben vermutlich noch am Chemseal der Originalvernietung. Nach einiger Zeit und Tankvorgängen kann ich nochmal versuchen, durch das Loch des Drain Ventils nach dorthin gespülten Nietenresten zu suchen. Durch Klopfen konnte ich keine lose Niete im Tank dingfest machen. TAF meinte sowieso, dass man die Nieten im Tank belassen kann.
Jetzt habe ich nochmal alle Löcher gesäubert und mit Azeton entfettet. Das Mischen der Chemseal Patrone habe ich mir nochmal im Video angeschaut und schon ging das Pumpen und Drehen los. Mindestens 75 Mal heißt es, ich habe 100 gemacht. Mit einer Nietenmandrel habe ich Chemseal in die Bohrlöcher gebracht und von innen her den Bereich mit Chemseal benetzt. Vor dem Setzten der Nieten habe ich diese ebenfalls mit Chemseal überzogen. Die 6 Nieten waren schnell gesetzt. Nun brauchte ich nur das überschüssige Chemseal mit Küchenpapier und Azeton entfernen. Das Drain Ventil mit Loctite 577 und einer Kupferscheibe wieder eingeschraubt und den Tankdeckel wieder drauf gesetzt und die Arbeit war erledigt.
Zum Lackieren der neuen Nieten lasse ich mir erst noch etwas Zeit um zu sehen, ob die gewünschte Dichtigkeit erreicht worden ist.
Ein anderes Problem habe ich an der linken Seite meiner Cowling. Hier ist bei 3 Verschlüssen der Lack abgeplatzt. Da habe ich wohl zu wenig sorgfältig geschliffen, bevor ich sie lackiert hatte. Nachdem ich die Nieten lackieren muss, wollte ich in diesem Zusammenhang dann auch die Cowling wieder „schön machen“. Wenn ich aber punktuell in Weiß lackiere, fällt das immer auf. Ich könnte einen ganzen Streifen lackieren, was aber genauso auffällt und als Flickwerk aussieht. Dann kam mir der Gedanke, den Streifen in Blau zu machen. Das hat mir aber nicht gefallen. So bin ich auf die Lösung mit den Rauten gekommen, die ich in Blau machen kann, und so den Charakter der Gesamtlackierung noch ein wenig peppen kann. Dann muss ich nur alle Verschlüsse auf gleiche Weise machen, links wie rechts. Aber das hat noch Zeit. Ich habe mir ein 14 mm Locheisen bestellt, um mit Folie die Idee erst noch testen zu können.
Die Deckel aller Inspektionsöffnungen mussten auch wieder angebracht werden, was ich heute erledigt habe. Dabei habe ich 3 weeping Rivets am rechten Main Tank festgestellt. Inwieweit ich da etwas unternehme, bzw. unternehmen kann, ist noch offen. Dabei ist anzumerken, dass es sich bei den Tanks um Quickbuilts handelt, die TAF angefertigt hat. Ich hatte bereits Dichtigkeitsprobleme mit dem linken Main Tank 2022-03-09.
TAF hat zurückgeschrieben, dass ich die 3 Nieten ausbohren und mit Chemseal neu einsetzten soll. Das hat aber Zeit
Weiterhin hab ich die schon lange gekauften Halterungen der Bose A20 Bedienungseinheiten angebracht. Ob sie sich bewähren, muss sich noch zeigen. Eines ist schon mal aufgefallen. Anscheinend sind die Halterungen nur für A20 ohne Bluetooth gedacht. Zumindest werden die seitlichen Lautstärketasten von der Halterung verdeckt, möglicherweise aber sogar eingeklemmt. Wahrscheinlich muss ich Aussparungen dafür fräsen.