Heute habe ich zusammen mit Ely viele Daten gesammelt, um die Cruise Performance Tabellen erstellen zu können, die ins Flughandbuch müssen. Ebenso haben wir Daten gesammelt, um die Best Glide Speed errechnen zu können. Über 3 Stunden waren wir in der Luft dafür. Zur Auswertung sitze ich wieder mindestens die gleiche Zeit am PC
Best Glide Speed:
Aus den erhobenen Daten ergibt sich recht eindeutig eine Best Glide Speed von 62 kts, was auch der Vx entspricht. Hier die Tabellen und der Graph:
Einige Stunden habe ich mit dem Erstellen der Tabellen verbracht, um die korrigierte T/O Distance als Mittel der 5 Flüge errechnen zu können. Aber ein Resultat ist vorhanden. Als Repräsentant für die jeweiligen Flüge hier Flug 40:
Und hier die Durchschnittsberechnung für die Korrigierte Roll- und Start-Strecke:
Die Daten für eine valide T/O-Distance-Berechnung fehlen noch, ebenso für die LDG-Distance. Ich habe heute 5 Flüge durchgeführt, bei denen ich mir zwar Windstille gewünscht hätte, aber mit Windeinfluss zwischen 4 bis 15 Knoten in die Realität zurückversetzt wurde. Aber durch die Rechenmodelle, sollte dies alles kompensierbar sein.
Andreas Wansing hat heute am Sonntag Zeit gefunden, die Überprüfungen durchzuführen, um mir erneut eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellen zu können, damit ich unverzüglich die Verlängerung meiner VVZ beantragen kann, die am 04.03. ausgelaufen ist. Der Antrag ist mittlerweile beim LBA T4 gestellt.
Eigentlich ist mit der oben beschriebenen Überlegung zu Vy auch schon die Vx geklärt. Ich wollte aber durch ein Diagramm darstellen, dass alles übereinstimmt. Hier die Arbeitsdaten und das Diagramm:
Das Resultat bestätigt meine früheren Ergebnisse und die Annahme, dass die tatsächliche beste Geschwindigkeit für steilstes und bestes Steigen knapp bei der Stall Speed liegt. Ich erzielte die beste Steigrate bei 62 kts IAS und damit auch das steilste Steigen, weil langsameres Fliegen im Normalbetrieb nicht erwünscht ist, weil man zu knapp am Stall wäre. Ich bin bei praktisch Windstille zwischen 3000 ft und 4000 ft AGL bei verschiedenen Geschwindigkeiten gestiegen, was an diesem Tag Druckhöhen von 2500 ft bis 3500 ft entsprach. Jede Geschwindigkeit habe ich sowohl in Ost- wie in West- Richtung geflogen. Ich habe versucht die beabsichtigten Geschwindigkeiten bei MCT so genau wie möglich einzuhalten. Beabsichtigt waren folgende Geschwindigkeiten: 62, 65, 68, 71, 74 und 77 kts. Die errechneten Durchschnitts-Geschwindigkeiten betrugen aber dann doch 62,64, 67, 70, 74 und 75 kts. Die errechneten Durchschnitts-Geschwindigkeits-Werte nahm ich als x-Wert. Für die y-Werte ging ich 2 Wege. Der eine war die „Calculated ROC“. Hierzu nahm ich die Zeit aus dem User-Log vom Durchflug der 3500 ft und zog davon die Zeit des Durchflugs der 2500 ft ab. 1000 ft geteilt durch das Ergebnis in Dezimal-Minuten ergab die Steigrate. Der zweite Weg war der Durchschnitt der im User-Log über den gemessenen Zeitraum addierten Steigraten geteilt durch die Zahl der Werte. Diesen Wert habe ich als „Average ROC“ bezeichnet. Beide Werte liegen jeweils sehr nahe beieinander. Der maßgebliche Wert ist meiner Meinung nach aber die Calculated ROC. Nachdem meine Stall Speed Vs bei 47 kts IAS liegt, multipliziert mit 1,3 = 61 kts ergibt, sehe ich diese Geschwindigkeit als Vx, also steilstes Steigen an. Damit sich ein kleiner Unterschied im Wert zur Vy ergiebt, habe ich diese jetzt mit 65 kts festgelegt, um einen fliegbaren, sich leicht zu merkenden Wert zu haben, der auch vom Autopilot geflogen werden kann und auch bei turbulenteren Windverhältnissen eingehalten werden kann. Nachdem ich keine sauber, einheitliche Kurve bei den höheren Geschwindigkeiten erhielt, habe ich noch den Wind analysiert. Dieser war bei den Steigflügen bei 74 und 77 kts etwas stärker und variabler als bei den niedrigeren Geschwindigkeiten, bei denen fast Windstille herrschte. Nachdem die Steigraten bei diesen höheren Geschwindigkeiten aber deutlich schlechter waren als die bei der niedrigsten Geschwindigkeit, kann ich diese Abweichungen vernachlässigen.
Dank des Dynon Supports konnte ich heute die EarthX Battery Warning im SkyView konfigurieren. Die von Don Jones gegebenen Instructions waren perfekt und leicht nachvollziehbar. Er schrieb:
So you need to configure pin 6 as a CONTACT input in SENSOR INPUT MAPPING (mine is on pin 12, doesn’t matter for this example) Then, you will need to set it up in SENSOR SETUP, you need two ranges. The other three need to be disabled. And then put a widget on the EMS pages you want to display the status on in the SCREEN LAYOUT EDITOR. Here are some screen shots to help:
Für das Dynon Update auf 16.7.0 habe ich diesmal das EU-Package genommen, um die Sensor Definitions auch mit zu aktualisieren. Damit wurde aber der Definition File vom Aitre CO-Detektor gelöscht. Diesen muss ich bei Gelegenheit wieder erneut installieren. Aber für das nächste Update ist das gut zu wissen, dass das passiert. Man kann die Firmware auch alleine updaten. CO-PPM ist durchgestrichen und es ist „CFG?“ angezeigt. Battry ist „OK“ und „grün“ am HDX.
Beim Durchscrollen der EMU Pages habe ich die Softwareversion der ECU gefunden. Damit ist das Rotax SI 912 i-018 R3 auch erledigt. Dabei geht es darum, ob die aktuellste Software geladen ist. Die 811-6566-130 ist es!
Der anschließende Flug war ein reiner Vergnügungsflug, um alle Systeme im normalen Betrieb zu testen. Das Ergebnis war sehr zufriedenstellend.
Nachdem ich kein eindeutiges Ergebnis bei meinen letzten Berechnungen erhalten habe, entschloss ich mich, die Sägezähne nochmals zu fliegen. Das Wetter war wieder nicht optimal. Es war zwar kein Wind vorhanden, aber doch etwas Thermik. Ich werde sehen, was sich ergibt.
Wieder primär mit dem Video als Datenquelle, habe ich heute zuerst die Flattertest-Daten in Angriff genommen und den letzten Teil von S. 42 des Flugerprobungsprogramms ausfüllen können. Es entstand S. 42c für die Speeds zwischen 50 und 90 kts.
Die Tabelle der Stall Daten konnte ich auch komplettieren. So ist S. 5.3 des Flughandbuches jetzt auch fertig.
Die Auswertung der Climb Daten hatte ich mir eindeutiger gewünscht. Die Bedingungen bei den Tests waren nicht die optimalsten. Es war Bewölkung vorhanden und Wind. Möglicherweise muss ich diese Tests wiederholen. Folgende Ergebnisse habe ich für die jeweilige IAS berechnet:
Somit sind auch die Werte, die ich für 65 kts für den Steigflug von 2500 bis 9500 ft erhoben habe, praktisch wertlos. Ich hatte ursprünglich 65 kts als Vy angesehen. (TAF gibt im Handbuch Vy mit 74 kts an).
Heute konnte ich durch den Einbau des 120 Ohm Widerstandes vor der Dynon EMS die CAN Bus Umrüstung mittels der nachträglich eingebauten SCU abschließen. Das Steckerpacket habe ich mit Kabelbindern fixiert. Anschließend bin ich geflogen und habe versucht die noch offenen Datenreihen zu Flatter-, Stall- und Climb-Tests zu sammeln. Den etwa 2-stündigen Flug werde ich wieder mittels Video analysieren.