2024-08-21 100h Kontrolle Fortführung

Vor dem Anbau der Cowling habe ich mir die Verbindungsstellen der Auspuffrohre nochmals genauer angesehen. Ich hatte das Gefühl, dass der Rohrbogen vom 2. Zylinder nicht richtig in seiner Pfanne sitzen würde. Ich habe die gesamte Auspuffanlage nochmals auseinandergebaut. Ich wollte erreichen, dass nach dem Aufbringen von Anti Seize die Federn die Rohrverbindungen schließen würden, wenn sich noch alles bewegen lässt. Ich bemerkte dann, dass, wenn ich die Schlauchschellen festziehe, mit denen der Topf an den Distanzhalter befestigt ist, sich ein Zug ergibt, der die Rohrverbindung leicht auseinanderzieht. Die Lösung sah ich darin, dass ich das zusätzlich eingebrachte Siliconmaterial nicht einfach nur zur Vergrößerung des Umfanges nutze, damit die Schlauchbinder fest werden, sondern es zwischen Distanzhalter und Motorrahmen schiebe, wodurch der Halter etwa 5 mm nach vorne kommt. Jetzt ist die Rohrverbindung geschlossen und spannungsfrei. Ich habe dann noch weiches Feuerschutz Material am Motorträger befestigt, das als Dämpfer dienen soll, sollte das Endrohr mal dagegenschlagen.


Ich bin dann hergegangen, und habe das Endrohr um 60° gedreht. Jetzt bläst es nicht mehr genau nach unten auf das Mikrophon bei der Schallmessung, sondern mehr auf die Seite. Das sieht jetzt sogar schnittiger aus, als vorher.


Ich bin noch am überlegen, ob ich mir ein zusätzliches Endrohr schicken lassen soll, mit dem ich weitere Experimente machen könnte, um die Schallemission weiter zu reduzieren. Vielleicht mit einem zusätzlichen Endstück?

2024-08-20 100h Kontrolle Fortführung, Cowling Heat Shield

Ich habe mir Rat geholt, wie ich die Verfärbungen am Kühlwasserschlauch bewerten soll. Marcel meint, das sind nur Ablagerungen, die ich abwischen kann. Eine hitzebedingte Beschädigung ist nicht erkennbar. Da war ich schon mal beruhigt. Ich habe ihn dann noch gefragt, ob es sehr wichtig ist, dass die Differenzdruckmessung bei warmen Motor durchgeführt werden muss. Das hat er bejaht und ich habe daraufhin die Messung nochmals durchgeführt. Diesmal bei warmen Motor. Um den Motor laufenlassen zu können, musste ich die Öl- und Wasserkühler befestigen. Das habe ich mit Verzurrbändern bewerkstelligt.

Große Unterschiede haben sich nicht eingestellt. Ich habe dabei erkannt, dass die auf die Kerzengewinde aufgebrachte Thermopaste etwas zu großzügig verwandt habe.

Während der Motor wieder abkühlte, habe ich die beschädigte Stelle im Isoliermaterial der Cowling neu ausgekleidet. Zum Verkleben habe ich wieder Hochtemperatur Silicon verwandt.

2024-08-17 100h Kontrolle Fortführung

Im Baumarkt habe ich mir Luftschlauch Kupplungen und Stecker besorgt. Mit diesen konnte ich das Werkzeug zum Messen des Differenzdrucks einsatzfähig machen. Das Ergebnis war perfekt. Der Druckabfall war bei allen Zylindern gleich. Von 90 psi auf 86 psi. Das sind mit 4 psi gerade mal 4,4 %. Da ist also alles in Ordnung.

Ausgangsdruck 90 psi

Kalibrierung:

Zylinder 2:

Zylinder 4:

Zylinder 1:

Zylinder 3:


Angebrachte Kupplungen und somit ist das Werkzeug funktionsfähig:

Das Ergebnis:


Danach habe ich die Kerzen wieder mit Thermopaste eingesetzt und mit 16 Nm angezogen.


Als nächstes habe ich den rechten Fuel Filter ausgebaut und zerlegt. Auch dieser hatte einige Ablagerungen, die leicht zu entfernen waren. Mit äußerster Vorsicht habe ich auf den Gummiring geachtet. Dieser war tatsächlich vorhanden. Als ich nach der Reinigung und dem Wiedereinbau und Dichtigkeitsprüfung das Abdeckblech wieder anschraubte, ist mir eingefallen, dass ich das Ventil nicht wieder geöffnet hatte, welches ich extra zum Ausbau des Fuel Filters eingebaut hatte. Also musste ich das Blech wieder abschrauben, das Valve öffnen und in geöffneter Position sichern, nochmals einen Dichtigkeitstest machen und erst dann habe ich das Abdeckblech wieder angeschraubt.

Gummiringposition:

Verschmutzung:


Beim Abschrauben des Filter muss man etwa 100 ml Sprit auffangen.


Jetzt habe ich den linken Fuel Filter nochmals ausgebaut und die Gummidichtung eingesetzt. Als ich den Filter wieder eingebaut hatte, kamen wir Zweifel, ob ich beim rechten Filter auch auf die Flussrichtung geachtet hatte. Sicher war ich mir nicht mehr. Ein Foto hatte ich nicht gemacht. So hatte ich nach dem Einbau des linken Filters, der Sicherung des Valves in open Position und dem Dichtigkeitstest, ein Foto gemacht und erst dann das Abdeckblech wieder installiert.




Auf der rechten Seite schraubte ich das Abdeckblech nochmals soweit ab, dass ich auf den Filter schauen konnte. Er war glücklicherweise in der richtigen Richtung eingesetzt. Jetzt habe ich auch von der rechten Seite ein Foto gemacht.

Somit ist die 100h Kontrolle für den Motor abgeschlossen. Die Fuel Filter gehören ja schon zur Zelle. Damit muss ich aber noch weitermachen.

2024-08-16 100h Kontrolle Fortführung

Ich habe heute mein Sicherungsdraht Werkzeug mitgenommen. Somit konnte ich die Magnetschraube wieder sichern. Ebenso den Gascolater.

Dann habe ich den Auspuffhalter wieder festmachen können. Die Original-Schlauchschellen, die TAF damals geliefert hatte, waren ja zu lang. Deshalb hatte ich andere verwand, die aber die Belastung nicht ausgehalten haben. Nachdem ich vom gelieferten Ansaugluftschlauch aus blauem Silikon ein großes Stück abschneiden musste, als ich das neue Luftfiltergehäuse eingebaut hatte, hatte ich jetzt Material, das ich zusätzlich in den Schlauchbinderbereich einschieben konnte. So wurde der Auspuffhalter jetzt mit den eigentlich zu langen Schlauchbindern doch noch fest.

Als nächstes wollte ich endlich die Differenzdruck Messung durchführen, die bei der 100h Kontrolle durchgeführt werden soll und für die ich mir von Rotax extra den Adapterschlauch besorgt hatte. Als ich alles zusammengesteckt hatte, ist aber nichts passiert, als ich Druckluft aufgebracht hatte. Es stellte sich heraus, dass das Anschlussstück des Adapterschlauches nicht zu dem Gegenstück vom Messgerät von ATS passt. So bleibt dieser Punkt wieder offen, bis ich eine Lösung gefunden habe.


Dann habe ich den Andair Fuel Filter der linken Wing ausgebaut, gereinigt und wieder eingebaut. Ein Manual dafür gibt es von Andair dazu aber leider nicht. Die Email-Antwort auf meine Anfrage war eine recht kurz gehaltenen Anweisung. Ich habe den Filter nach Anweisung zerlegt, das Filterelement und das Gehäuse mit Druckluft gereinigt und alles wieder zusammengebaut. Etwas Verschmutzung war schon vorhanden. Nachdem der Filter wieder im Flieger eingebaut war, machte ich eine Dichtprüfung. Alles blieb trocken. Danach habe ich das Abdeckblech wieder angeschraubt und dachte, das sei erledigt. Als ich mein Werkzeug aufräumte, habe ich einen O-Ring am Boden liegen sehen, der etwa den Durchmesser hat, wie das Filtergehäuse dick ist. Es könnte sein, dass ich diesen O-Ring beim Ausblasen unbemerkt mit weggeblasen habe. Wenn ich die rechte Seite mache, werde ich genau auf diesen Ring achten. Wahrscheinlich muss ich dann links die Arbeit nochmal machen.

2024-08-15 Beginn der 100h Kontrolle, Cowling Heat Shield

Heute war eigentlich der Termin für das Nachfliegen in Mengen ausgemacht, wenn das Wetter passt. Als ich am Eingang des Flugplatzes war, klingelte das Telefon und der Gutachter hat abgesagt. Schaaaaade! Aber wenn ich schon mal die 75 km gefahren bin, kann ich auch was am Flieger machen, dachte ich mir, bevor ich die 75 km wieder zurückfahren muss. Ich habe deshalb mit der 100h Kontrolle begonnen.




Beim Abbau der Cowling habe ich temperaturbedingte Veränderungen am Hitzeschutz festgestellt.

Ich führe das darauf zurück, dass ich derzeit, als der EGT-Sensor noch im Konflikt mit dem Ansaug-Luftfilter-Gehäuse stand, ich den Auspuff etwas nach links verschoben habe, um das Auspuffrohr mit dem Sensor etwas verdrehen zu können. Dies ist jetzt, mit dem neuen Ansaug-Gehäuse nicht mehr nötig. Deshalb habe ich den Auspuff wieder etwas nach rechts verschoben. Dabei ist aufgefallen, dass beide Schlauchschellen, die den Auspuffhalter am Engine-Frame befestigen, gerissen waren. Ich habe heute neue Schlauchschellen angebracht, die aber etwas zu groß sind. Ich muss etwas Material einbringen, damit sie fest werden. Ich denke da da an das überschüssige Material vom Ansaug-Gehäuse-Schlauch.

Die Magnetschraube zeigt keinerlei Auffälligkeiten. Die Minispäne sind alle im grünen Bereich.


Der Ölfilter enthält ebenfalls keinerlei Abrieb.

Die Kerzen sind alle optimal im Brandbild.

Morgen geht’s weiter!

2024-08-13 96 bis 101. Flug – T/O-Performance mit RPM 5500 bei 750 kg.

Die Lärmwerte lassen vermuten, dass ich mit der geringen Steigleistung mit 750 kg auf keinen Fall die geforderten Lärmgrenzen unterschreiten kann, die für das Lärmzeugnis notwendig währen. Die Analyse, ob der Propeller oder der Auspuff der Schuldige ist, gestaltet sich schwierig. Dem Flugzeughersteller ist es überlassen, die Startleistung des Motors selbst festzulegen. Deshalb versuche ich jetzt, mit einer RPM von 5500 vielleicht diese Limits einzuhalten. Die heutigen 6 Flüge dienten allein der Datensammlung für die Berechnung der T/O Distance bei max RPM 5500 und 750 kg Abfluggewicht mit Flaps 10°.

2024-08-08 92. Flug – Prop-Check

Nachdem ich bei dem Flug zur Schallpegelmessung festgestellt habe, dass beim Überflug und 100 % Throttle die RPM von 5800 nicht erreicht wird, habe ich mir Rat geholt. Auch bei den Flügen zur Evaluierung der T/O-Distance bei 750 kg habe ich nur eine Durchschnitts RPM von 5713 erreicht. Michael Stock hat mir geraten, die Zentralschraube etwas herauszudrehen, um den Pitch Anschlag des Propellers etwas zu verändern. Das Verstellen der Zentralschraube am Propeller war eigentlich ein Verdrehen der Mutter. Ich habe sie 90° herausgedreht. Um den Checkflug machen zu können, habe ich aus den Tanks 80 l entnommen. So kann ich wieder zu zweit fliegen ohne mit mehr als 700 kg landen zu müssen. Beim Standlauf erreichte ich jetzt 5700 und im T/O-Roll Werte um 5800. Die RPM variierte zwischen etwa 5780 und 5810. Im Downwind bei 100 % habe ich 5758 erreicht. Das kann ich jetzt so lassen.