2025-01-26 Dynon Static Ports Installation abgeschlossen

Heute habe ich die Löcher für die Ports noch etwas ausgefeilt, damit die Ports genau in ihrem abgesetzen Bereich hineinpassen. Alle Löcher habe ich mit einem kleinen Pinsel lackiert. Während der Trocknungszeit habe ich die Leitungen verlegt und die alten, bis auf das waagerechte Stück von hinten nach vorn, entfernt. Damit ist jetzt auch die Syphon-Schleife entfernt, die ich seinerzeit beim Verlegen der Leitungen gebaut hatte. Die alten Leitungen waren weiche PVC Leitungen. Jetzt sind es Polyethylene Tubes. Ich habe vorne, hinter dem Copilotensitz, viel Leitungsmaterial belassen, um eventuell später noch weitere Anpassungen machen zu können. Die Ports habe ich dann mit Fett zwischen Skin und Messing eingebaut. Das System ist jetzt wieder funktionsfähig.

2025-01-24 Database, Autotrim, Propeller Zentralschraube, Static Ports

Als erstes habe ich die EFIS Database aktualisiert.

Nachdem Autotrim jetzt funktioniert, aber augenscheinlich zu langsam trimt, habe ich den Puls Time Wert von 5 auf 8 geändert. Die Auswirkung wird sich beim nächsten Flug zeigen.

Wie 2025-01-01 schon angekündigt, habe ich heute die 2024-08-08 durchgeführte Verstellung der Zentralschraube des Propellers wieder zurückgenommen. Ich habe die Schraube wieder auf die Original-Position gestellt. Der nächste Standlauf mit der manuellen EMU-Software, mit der ich eine RPM von 5900 vorgeben kann, wird das Ergebnis zeigen. Der Propeller sollte im Stand auf maximal 5750 RPM kommen.

Danach wollte ich die Wahrscheinlichkeit eines Wassereintritts in die Static Ports mit einem 2/3 Ring von oben und vorne minimieren. Als ich mit dem Körner die Bohrstelle markierte, ich wollte jeweils drei M3 Gewinde in die verklebten Ports schneiden, löste sich der Port komplett von der Skin. Jetzt habe ich mich dazu entschlossen, die original Dynon Ports zu installieren. Dafür war es heute aber schon zu spät.

2025-01-04 111. Flug – Inside to Outside Static Port Analysis

Um zu entscheiden, ob ich bei den Outside Static Ports bleibe oder auf Inside Static Port wechsle, wie TAF das empfiehlt, habe ich diverse Tests geflogen. Kurz gesagt, mir erscheint der Inside Static Port nicht sinnvoll zu sein. Die IAS ist zwar beim Inside Port um 4 kts höher als bei den Outside Ports. Kommt also der CAS sehr nahe, aber nur, wenn die Frischluftdüsen geschlossen sind. Sind die Frischluftdüsen offen, so entspricht die IAS etwa der der Outside Ports. Das heißt, ich müsste mir bei jedem Anflug genau bewusst machen, ob die Düsen offen sind oder geschlossen. Denn 4 kts bei 1,3 Vso, 61 kts, machen eine Menge aus. Da habe ich lieber generell eine um -3 kts falsche IAS in Bezug zur CAS als dass ich einmal +1 kt und dann wieder -3 kts in Abhängigkeit von den Frischluftdüsen habe. Der Flieger stallt ja in Abhängigkeit von der CAS und nicht der IAS. Genau eigentlich in Abhängigkeit vom AOA. Der Inside Port ist für mich also passe.

Es hat sich aber gezeigt, dass ich mit den Ringen, die ich am 21.09.2024 um die Outside Ports befestigt hatte, einen ähnlichen Einfluss hatte. Dieser war aber unabhängig von den Frischluftdüsen. Hier könnte ich noch weitere Versuche durchführen. Offensichtlich waren die Ringe zu dick und ich bin deshalb etwas übers Ziel hinausgeschossen.

2025-01-01 Umschalter für Static Port eingebaut, 5809 RPM bestätigt

Um beim nächsten geeigneten Wetter die Tests fliegen zu können, um herauszufinden, ob zukünftig statt der Static Ports der Kabineninnendruck als Static Source benutzt werden sollte, habe ich, analog zum Test vom 2024-11-25 mit gemischten Ports, den Umschalter jetzt so konfiguriert, dass ich entweder die Außenports oder den Kabinendruck verwenden kann. Die geplanten Tests sollen Aufschluss darüber geben, in wie weit das Öffnen und Schließen der Frischluftdüsen und der Auspuffheizung einen Einfluss auf die IAS haben und wie die Genauigkeit der Anzeige bezüglich CAS tatsächlich ist.

Eigentlich wollte ich heute den ersten Flug des neuen Jahres machen. Leider ist aber laut Notam EDML von 31.12.2024 bis einschließlich 01.01.2025 geschlossen. Aber ein Standlauf ist ja möglich. Ich habe die manuelle EMU-Software RS02.5A auf der SD-Card zur Installation vorbereite. Mit dieser habe ich den Motor gestartet und wollte herausfinden, ob auch die obere Drehzahlgrenze mit dem neu eingestellten Governor erreicht werden kann. 5809 RPM wurden erreicht. Der Nachweis ist hiermit erbracht.

2024-11-25 110. Flug – Innendruck Zuschalt Test

Auf Anfrage teilte mir TAF mit, dass sie keine Static Ports mehr in ihre Sling 2 einbauen und nur noch den Kabineninnendruck als Static Source für die Höhen- und Geschwindigkeitsmessung verwenden. Mir kam dann die Idee, nachdem die Static Ports ja schon vorhanden sind, den Innendruck einfach hinzuzuschalten. Ich habe die Ringe um die Ports wieder entfernt.

Die Veränderungen beim Zu- und Wegschalten waren so:

Ausgangswerte bei Außenports 5000 ft, 83 kts, nach Umschalten um 14:00:05 auf Gemischtdruck 5040 ft, 88 kts

Ausgangswerte von Gemischtdruck 5000 ft, 88 kts, nach Umschalten um 14:09:59 auf Außenports 4960 ft, 83 kts.

Der Gedanke, den Kabinendruck zusätzlich zu verwenden, scheint aber wohl ein Irrweg zu sein. Denn bei einem Druckunterschied ergibt sich ein Luftstrom vom höheren zum niederen Druckniveau. Dies würde heißen, von außen (niedrigere angezeigte Höhe) nach innen (höhere angezeigte Höhe). Das würde also Feuchtigkeit ins Static System transportieren, was keinesfalls erwünscht ist.

Als nächstes habe ich die CAS bei der Konfiguration Gemischtdruck erflogen. Eine Kontrollberechnung mit ausschließlich Außendruck habe ich auch durchgeführt. IAS zu CAS war vorher mit +3 kts erflogen bzw. berechnet worden. Das wäre eigentlich akzeptabel.

Die Dreiecksflüge in 5000 ft, 15° C und einem vermuteten Wind von 220/12, bei Headings 100, 340 und 220, haben bei einem Fuel Flow von 15 l/h folgendes gezeigt:

Bei gemischten Druck ergab sich eine IAS von 88 kts. Die errechnete CAS habe ich mit 86,8 errechnet. Ein Delta von -1,2 kts zur IAS. Das ist nicht schlecht!

Bei ausschließlich Außendruck ergab sich eine IAS von 84 kts. Die errechnete CAS habe ich mit 88,6 kts errechnet. Ein Delta von +4,6 zur IAS. Liegt in der Nähe der vorher errechneten 3 kts.

Daraus ergibt sich wohl, dass es sinnvoll wäre, das Static System generell auf nur Innendruck umzukonfigurieren. Das hätte zur Folge, dass ich die CAS über den gesamten Geschwindigkeitsbereich nochmals erfliegen müsste. Sämtliche IAS-Werte im Flughandbuch müssten korrigiert werden. Das muss ich mir nochmal genau überlegen, wie ich in diesem Punkt weitermache. Der Vorteil wäre natürlich eine genauere Berechnung des Windes vom EFIS durch genauere TAS.

Beim Fuel Xfer vom rechten Long Range Tank ist aufgefallen, dass etwas nicht stimmt. Die Pumpe läuft, bringt aber nicht den normalen Druck von 0,4 bar. Das muss vor dem nächsten Flug analysiert und repariert werden.

2024-11-24 109. Flug – Auxiliary Verlängerung eingebaut, Static Port Umschalt Test

Nachdem ich das Verlängerungskabel für den Auxiliary Anschluss der EMU eingebaut hatte, bereitete ich den Flieger für den Flug vor. Dabei ging ich davon aus, dass die Ursache für die zu hoch angezeigte Geschwindigkeit die installierten Ringe um die Static Ports sind und schlug auf alle Geschwindigkeiten die am 16.11. ermittelten 5 kts auf. Ein geflogener Stall in 5000 ft stellte sich diesmal bei 53 kts ein. Dann habe ich auf Innendruck umgeschaltet. Das Ergebnis stellte sich so dar:

Ausgangswerte bei Außenports 4787 ft, 83 kts, nach Umschalten auf Innendruck 4836 ft, 88 kts

Ausgangswerte von Innendruck 4771 ft, 102 kts, nach Umschalten auf Außenports 4724 ft, 94 kts.

Die Analyse des Data Logs lässt den Schluss zu, dass bei Nutzung der Außenports die Altitude durchschnittlich um etwa 45 ft tiefer angezeigt wird als bei Nutzung des Kabinendrucks. Die Geschwindigkeit wird im Vergleich außen um etwa 7 kts höher angezeigt. Das heißt, dass der Kabinendruck geringer ist als der Außendruck.

2024-11-23 Zero Pressure Calibration, Static Line Check, ACF-50 in LH Wing, Static Line Umschalter inside/outside

Die Zero Pressure Calibration war heute gut durchzuführen. Der Hangar blieb zu, die Temperatur war um 14:00 absolut stabil, die Ports und das Pitot war mit Stoff abgedeckt und das Dynon System lief bereits 10 Minuten. Die Calibration selbst war dann schnell erledigt.


Danach habe ich die Maße der Static Ports genommen. Der Außendurchmesser beträgt 25 mm, Der Anschlussdurchmesser 7,5 mm. Der Hintergedanke ist der, dass, wenn ich verschiedene Ringe testen möchte, diese besser mit Schrauben befestigen würde statt sie zu kleben. Hierfür müsste ich M3 Gewinde in den von innen angeklebten Port schneiden.

Danach habe ich ein Umschaltventil in die Static Line gebaut. Mit diesem Ventil kann ich von den Ports auf Kabineninnendruck umschalten.

Jetzt habe ich noch die äußeren 2 Kammern der linken Wing, wo ich meine, dass die hellen Flecken Korrosion sein könnten, mit ACF-50 ausgesprüht.

Zuhause habe ich noch ein 20 cm Verlängerungskabel für den Auxiliary Anschluss der EMU gebaut. Diese Verlängerung enthält keinen 390 Ohm Widerstand. Dieser ist bereits im Anschlusskabel verbaut.

2024-11-16 TO-Performance mit 4700 RPM Governor Limit

Der Propeller fällt bei Ausfall der EMU auf das im Governor mechanisch eingestellte Limit für die minimum RPM zurück. Die liegt bei 4700 RPM. Heute habe ich sowohl mit 700 kg als auch mit 750 kg getestet, ob die benötigte Steigleistung von 185 ft/min erreicht wird. In kurzen Worten: ja! Die 185 ft/min ergeben sich aus der Forderung von 3% Steiggradient bei 1,3 Vs Startkonfiguration. Die Vs liegt bei 61 kts was umgerechnet 6177 ft/min sind. 3 % davon sind 185 ft/min Steigen. Dieser Wert wurde bei weitem übertroffen. Auch bei 750 kg! Die erflogenen Werte waren bei:

700 kg: 614 ft/min bei einer TO-Distance von 621 m über 50 ft

750 kg: 594 ft/min bei einer TO-Distance von 642 m über 50 ft.

Die nächste Sache war, wie sich die aufgeklebten Scheiben um die Static Ports auswirken würden. Ich war beim 1. Start mit 683 kg überrascht, als beim Rotieren bei 50 kts die Stallwarning aktiv wurde. Dementsprechend habe ich weiter beschleunigt und habe erst bei 55 kts weiter rotiert und habe nach dem Abheben weiter auf 65 kts beschleunigt. Bei diesem Start hatte ich eine RPM von 5500. Vor Erreichen der Pattern Altitude habe ich die RPM auf 4700 reduziert und erhielt eine Steigrate bei 65 kts von etwa 500 bis 600 ft/min. Mit dieser Erkenntnis bin ich wieder gelandet. Allerdings hat mich die Stallwarning wieder darauf hingewiesen, dass ich zu langsam werden würde. Angestrebt waren 55 kts für einen normalen Anflug ohne Wind. Allerdings zeigte mir der AOA keine grünen Striche an. Ich war im gelben Bereich und das hieß, ich muss schneller fliegen. Ich habe meinen Anflug dann mit 60 kts fortgesetzt. Jetzt hatte ich wieder 2 grüne Striche am AOA und der Flieger fühlte sich gut an. Ich hatte den Eindruck, der Speed Indicator zeigt mir 5 kts zu viel an.

Ich habe auf 700 kg getankt und den nächsten Start mit einer RPM von 4700 geflogen. Der nächste Flug war mit 750 kg. Nachdem die Daten für die Steigleistungsberechnungen erflogen waren, stieg ich weiter auf 5000 ft um einen clean Stall in Idle zu fliegen. Der Stall stellte sich bei 55 kts ein. Bei früheren Tests war der Stall erst bei 50 kts. Daraus schloss ich, dass ich mit meiner Vermutung wohl richtig lag, und mein ASI jetzt 5 kts zu viel anzeigt. Das kann jetzt das Ergebnis der Scheiben sein, die ich um die Static Ports geklebten habe, oder der Tatsache geschuldet ist, dass der linke HDX bei der Reparatur war und jetzt eine neue Zero Pressure Calibration stattfinden müsste. In den Wiedereinbauanweisungen von Dynon stand davon aber nichts. Um hier Klarheit zu bekommen, werde ich als nächstes diese Calibration durchführen.

Der Grund, warum ich anfing mit den Scheiben zu experimentieren, war der, weil mir aufgefallen ist, dass während des Startlaufs die Altitude um etwa 20 ft sank, obwohl die Bahn in EDML exakt eben ist. Auch der Nachflug Prüfer hat sie mir empfohlen, um Wassereintritt möglichst zu verhindern.

Die Analyse der gesammelten Daten gibt allerdings Rätsel auf.

Flug 106: Ich führte einen rolling TO durch und hatte diesmal einen Anstieg der Pressure-Altitude von 1148 auf 1160, also um +12 ft bis zum Abheben. Allerdings konnte ich den Daten auch entnehmen, dass die Altitude beim Erreichen von TO Thrust auf 1156 ft stieg, also um +8 ft. In der Beschleunigung stieg die Altitude weiter auf ein Maximum von 1169 ft bei 45 kts, insgesamt also um 21 ft. In der weiteren Beschleunig fiel die Altitude wieder auf 1160 ft beim Abheben. Das ergibt eine Differenz von +12 ft im Gesamtverlauf.

Flug 107: Dieser Start wurde als statischer Start durchgeführt, also TO Thrust mit angezogenen Bremsen. Die PA im Stand bei Idle war 1158 ft. Im Stand stieg bei TO Thrust die Altitude um +19 ft auf 1177. Das Maximum von 1182 wurde bei 30 kts erreicht und bis 55 kts gehalten und viel dann auf 1167 beim Abheben mit 66 kts. Im Vergleich zur Ausgangshöhe von 1158 sind das +9 ft.

Flug 108: Statischer Start. Die PA im Stand bei Idle war 1169 ft. Im Stand stieg bei TO Thrust die Altitude um +12 ft auf 1181. Das Maximum von 1185 wurde bei 26 kts erreicht und bis 50 kts gehalten und viel dann auf 1174 beim Abheben mit 69 kts. Im Vergleich zur Ausgangshöhe von 1169 sind das +5 ft.

Bei der Durchsicht der Daten der Flüge 96 bis 101, die ich vor der HDX Reparatur und ohne Scheiben um die Static Ports durchführte, konnte ich keine solche Höhenunterschiede in Abhängigkeit des Powersettings entdecken. Es ergab sich bei jedem TO ein Sinken der Altitude um etwa 20 ft, das bei etwa 30 kts einsetzte. Es bleibt also spannend. Zur weiteren Analyse brauche ich Flugdaten nach erfolgter Calibrierung.

2024-11-14 Wiedereinbau des CPT’s HDX nach Reparatur, EFIS Kabelbäume ausgedünnt

Den am 28.10.2024 zu UL-Gmbh gebrachten HDX SN 13190 habe ich mittlerweile wieder zurückerhalten. Den HDX habe ich zur Reparatur gebracht, weil der Bezel Taster 8 nicht 100%-ig funktioniert hat. Manchmal musste ich die Taste mehrmals drücken, bis die gewünschte Schaltung erfolgte. Heute habe ich den rechten HDX SN 13192 wieder von links nach rechts gesetzt und den reparierten an seinen Platz auf der linken Seite wieder eingebaut und ins System eingebunden.


Diesmal habe ich die nicht benutzten Drähte der Kabelbäume, die an die HDXe über die 37 Pin D-SUB Stecker verbunden sind, entfernt. Somit sind diese Kabelverbindungen jetzt aufgeräumter als vorher.