Dank Pascal und Peter, die meinen Blog verfolgen, wurde schnell klar, dass ich pro Wing 6 Nieten nicht gesetzt hatte. Die Löcher, durch die die Wing Jig befestigt war, waren noch leer. Das habe ich schlichtweg vergessen. Ein Hinweis im Manual wäre hilfreich gewesen, war aber nicht vorhanden. Die Wing Fairings mussten wieder herunter, um zu den Nietenlöchern der Rear Spars zu gelangen. Glücklicherweise bekam ich so Zugang mit der Nietenzange, um sie setzen zu können. Leider hatte ich nur die 4 mm Nieten dabei und keine 4,8. Deshalb konnte ich nur die jeweils 5 Nieten pro Spar setzten. Die beiden 4,8 mm Nieten sind noch zu setzten. Danach habe ich die Schraube im linken Scheinwerfer fest gemacht. Schließlich habe ich noch die Löcher in die Wing Fairings gebohrt, um später in der Fuselage die Rivnuts setzten zu können.
nur die 4,8 mm Niete fehlt noch auf beiden SeitenDie Schraube im Scheinwerfer ist jetzt fest
Den provisorischen Bolzen des rechten Rear Spars habe ich heute noch mit dem richtigen Bolzen ausgetauscht. Auch hier von hinten nach vorn aus gleichem Grund wie links! Weil die Wing Fairings auf den Flaps und Ailerons geschichtet waren, habe ich mich zuerst mit ihnen beschäftigt. Das Einsetzten war nicht so einfach wie gedacht. Glücklicherweise habe ich mir nichts dabei kaputt gemacht. Die Schlitze in den Fairings, durch die die Trittbretthalterung geführt ist, haben um etwa 2 cm nicht gepasst und mussten „gelängt“ werden. Auch die Ausrichtung musste angepasst werden. Ich habe das mit einer kleinen Rundfeile gemacht und anschließend mit einer kleinen Flach- und Halbrundfeile alles geglättet. Mit Tape habe ich die Fairings dann fixiert. Die Schrauben der Trittbretter habe ich absichtlich falsch herum eingesteckt, um mich daran zu erinnern, dass sie nur handfest angezogen sind. Sie müssen wohl noch mehrmals herausgedreht werden, wenn ich die Fairings endgültig befestige. Danach habe ich das linke Aileron eingebaut. Es ist wichtig die Ailerons zuerst einzubauen, weil der Bolzen, der das Pushrod Eye hält, durch eine eingebaute Flap nicht mehr einzuführen wäre. Dank meines Washer-Tools, mit welchem ich die Scheiben gezielt einführen kann, war das Montieren eine einfache Sache. Auch die linke Flap war unproblematisch einzubauen. Danach das ganze noch auf der rechten Seite und „Hurra, es ist jetzt ein Flieger!!!“
der Bolt des Rear Spars von hinten nach vorn ist getorquedes klemmt!es reicht noch nicht!sieht besser auspasst fastjetzt bin ich zufrieden!rechts ist soweit fertiglinks das gleiche Spiel!linkes Aileron und Flap ist eingebautauch rechts ist fertigHurra! es ist ein Flieger geworden!!
Der Einbau der rechten Wing verlief ebenfalls problemlos. Während ich die linke Wing schon einmal in der Werkstatt provisorisch eingesetzt hatte, war es für die rechte Wing heute Premiere. Nachdem ich mittels der schon eingebauten linken Wing jetzt eine genaue Führung für die senkrechte Ausrichtung zur Flugzeugachse hatte, rutschte die rechte jetzt noch einfacher in den Slot als es die linke tat. Die 90° kann man vergessen. Man braucht nur die Main Spars in Flucht bringen. Da man die linke Wing sieht, wenn man die rechte einführt, ist das optisch ganz einfach.
Anphasen des Main Sparses hat sich bezüglich des Hineingleitens gut bewährtauch die Markierung am Rear Sparbeide Wings sind angebaut (noch nicht getorqued!)
Zuerst wollte ich die Wings zusammen mit Peter Ehlers oder Peter Schall anbauen. Da sollte man schon zu zweit sein, damit einer beobachten kann, was passiert, während der andere an der Wing herummacht, um sie in die Fuselage zu stecken. Dann habe ich mich dazu entschieden, Ely mitzunehmen. Um die Bohrungen des Wing Main Spars mit denen der Fuselage in Flucht zu bekommen, habe ich einen Bolzen der Jig Hardware soweit kegelig geschliffen, um ihn einschlagen zu können, während permanent an der Wing gewackelt wurde. Hilfreich ist die genaue Ausrichtung der Main Spar Nieten im 90° Winkel zur Flugzeugachse. Auch habe ich die äußeren Kannten des Main Spars mit der Feile etwas abgephast, damit es beim Hineingleiten nicht zu Verklemmungen kommt. Auf das Seifenwasser habe ich verzichtet. Dank meiner Markierungen am Rear Spar, konnte auch hier das Fluchten der Bohrungen schnell hergestellt und ein Bolzen eingesetzt werden. Das Einbringen der weiteren Bolzen war recht anstrengend. Zum Teil durch Schlagen mit Hammer oder Fäustel, mit Schraubbewegungen der Bolzen und immer wieder Wackeln an der Wing konnte ich letztendlich alle Bolzen einbringen und mit Muttern versehen. 2 Bolzen habe ich allerdings nicht von vorne nach hinten gesteckt, sondern umgekehrt, weil es technisch gar nicht anders möglich war. Vorne war schlicht zu wenig Platz für die Bolzen. Ebenso habe ich den Bolzen am Rear Spar von hinten nach vorne gesetzt, weil hier auf der Vorderseite ebenfalls zu wenig Platz gewesen ist. Dann ist mir noch aufgefallen, dass sich eine Schraube des inneren Scheinwerfers gelöst hat. Das muss noch gerichtet werden. Zum Schluss haben wir auch die rechte Wing noch in Einbau-Position gebracht. Das „Werkstück“ wird einem Flieger immer ähnlicher!
Ely passt genau auf, damit nix kaputt gehtdie linke Wing steckt!der kegelig geschliffene Bolzen als Einbauhilfedie rechte Wing ist zum Einbau in Position gebrachtmorgen geht es hier weiterdie herausgefallene Schraube darf ich nicht vergessen!
Die Rückgabe der Werkstatt erfolgte problemlos. Der Stromzählerstand haben wir bei 1362,03 kWh abgelesen. Das ist der Gesamtstrom, den ich während der 5 Jahre verbraucht habe. Ich bin auf die Endabrechnung gespannt. Danach bin ich zum Flugplatz gefahren und habe die Axle Spacer Plates des Fahrwerks eingebaut. Das Aufheben des jeweiligen Rades habe ich mittels 2 Bierkisten, Distanzbrettern und einer aufblasbaren Blase erreicht. Nach dem Aufheben habe ich natürlich mit weiteren Distanzhölzern das Wiederabsinken des Rades abgesichert. Beim Zusammenbau musste ich mit den Scheiben etwas experimentieren. Die im Kit gelieferten Bolts waren bereits AN4-23A und nicht wie im Manual 22A. Deshalb musste ich seinerzeit zusätzliche 2 Washer einbauen, damit ich die Länge überhaupt befestigen konnte. Auf dem Bild mit den Muttern sieht man deutlich, dass unten rechts noch zu viele Scheiben eingebaut sind. Letztlich ist alles erledigt. Ob der Hitzeschutz in der Orientierung eingesetzt werden sollte, wie ich es gemacht habe, muss ich noch mit TAF abklären. Vielleicht soll die „Nase“ ja noch oben gerichtet sein. Im Manual ist hierüber nichts zu finden.
der Stromzählerstand bei der Rückgabe der Garagedie Hebekonstruktiondie rechte Achse ist losedie korrigierte Manual SeiteExplosionszeichnungunten rechts stimmt der Abstand noch nichtich hoffe, die Ausrichtung mit der Nase nach unten stimmt so!
Die letzten Sachen habe ich ins Auto geräumt und die Werkstatt zur Übergabe hergerichtet. Das heißt, die Spinnweben abkehren und nochmals mit dem Staubsauger durchgehen. Geschafft!
dieser Rest muss noch ins Autodie Garage ist leer! 5 Jahre gehen zu Ende
Heute habe ich weiter aussortiert, was zum Flugplatz muss und was in den Keller. Der linke Haufen soll zum Flugplatz, der rechte in den Keller. Die Sachen für den Flugplatz habe ich weggeschafft.
die linken Sachen sollten zum Flugplatzder Rest muss in den Keller
Peter hat mir heute nochmals mit seinem Auto ausgeholfen und einen großen Teil der Sachen zur Wohnung gebracht. Der Haufen ist schon sichtbar kleiner geworden.
Eigentlich ist mir gar nicht wirklich klar, wohin mit all den Sachen, die sich in den letzten 5 Jahren Bauzeit so angesammelt haben. Die Biertischgarnituren, die ich ursprünglich auch im Wertstoffhof entsorgen wollte, hat mir mein Garagennachbar Ötzi dankend abgenommen. Auch die beiden Regale, die ich aus den Kisten von TAF gebaut hatte. Das letzte große Regal konnte ich heute Franz schenken, ebenfalls ein Garagennachbar. So ging jetzt der Transport der Sachen los, die ich behalten will. Mit einem BMW Z4 heißt das, öfter zwischen Werkstatt und Wohnung hin und her zu fahren.
Das Blogschreiben habe ich zwischen dem 23.03. und 01.04. vernachlässigt. Ich habe mich im Zeitdruck gefühlt. Die Werkstatt hatte ich zum 31.03.2022 gekündigt und musste entsprechend ausgeräumt werden. Als nächstes sagte der Wetterbericht für das Wochenende vom 02.04. bis 03.04. Schneewetter mit Minustemperaturen voraus. Deshalb war es mir auch wichtiger, die Wings und Steuerflächen anzubauen als Blog zu schreiben. Aber jetzt zu den Ereignissen. Der Schnee stört ja nicht im warmen Zimmer beim Schreiben.
Um 0900 habe ich mich mit meinem Wohnungs-Nachbarn Peter getroffen. Die linke Wing soll von der Werkstatt zum Flugplatz gebracht werden und die großen Teile, die noch entsorgt werden müssen, mit dem gemieteten Anhänger gleich noch zum Wertstoffhof gebracht werden. Das ist problemlos abgelaufen.
das muss alles noch raus!auch links steht noch einiges herumdie Wing, die Werkbank und 2 Rollbretter sind dann schon mal dank Peter, seinem Schlitten und dem gemieteten Anhänger auf dem Weg zum Flugplatzdie rechte Wing liegt unterm Flieger, die linke danebennur die letzten Bretter sind noch sichtbar. Die großen Teile sind schon in die Container geworfen